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Arbeitspaket 1 · Büro M · überarbeitete Fassung, Stand 29.09.2026

Standortprofil Berg

Ehemaliger Grenzübergang Berg an der B9: ein rund 3,9 ha großes Areal unmittelbar an der Staatsgrenze zur Slowakei, 8 Pkw-Minuten vom Zentrum Bratislavas.

Auftraggeber
Gemeinde Berg & Land Niederösterreich
Auftragnehmer
Arge Büro LP & Büro M
Projektareal
rund 3,9 ha · 10 Flurstücke · KG Berg 05102
Ziel
hochwertiger, arbeitsplatzintensiver Betriebsstandort in der TwinCity-Region
Diese Fassung ersetzt die Version vom 23.09.2026 (Nachtrag 29.09.: Widmungsabgleich, Linie 901, Orth). Sie korrigiert unter anderem die Bevölkerungsdynamik Bratislavas (Zensusbruch 2021) und die Verortung des VW-Clusters und ergänzt Karten zu Wirtschaftsraum, Energieinfrastruktur und Pkw-Erreichbarkeit. Alle Änderungen stehen im Änderungsprotokoll.
Detailkarte: Projektareal Berg an der B9 mit wirtschaftlichen Einrichtungen in Kittsee, Jarovce und Petržalka

Kurzfassung

Zentrale Befunde auf einen Blick

Die Kurzfassung verdichtet die Kapitel 1 bis 8. Einschränkungen und Datenlücken sind in den Fachkapiteln ausgeführt.

8 min
Pkw-Fahrzeit ins Zentrum Bratislavas (modelliert, ohne Stau)
0,67 Mio.
Einwohner:innen in 30 Pkw-Minuten, davon rund 90 % in der Slowakei
3,9 ha
Projektareal, davon 0,63 ha (16 %) Grünland mit Umwidmungsbedarf
ÖV-Klasse D
bestenfalls im Gemeindegebiet; „letzte Meile“ zum Areal ungelöst
  • Lage: echte Grenzlage im TwinCity-KorridorDas Areal liegt direkt am früheren Grenzübergang Berg–Petržalka. Bratislava-Zentrum ist in rund 8, das VW-Werk in rund 20 und Wien in rund 49 Pkw-Minuten erreichbar (Kap. 3). Standortprägend ist die Orientierung nach Bratislava, nicht nach Wien.
  • Bevölkerungsdynamik: solide, aber kein „Boom“Der amtliche Zuwachs des Bratislavský kraj von +13,1 % (2018–2025) ist etwa zur Hälfte ein statistischer Effekt der Volkszählung 2021. Ohne diesen Bruch wuchs die Region um rund +6,8 %, ähnlich wie Wien (+7,4 %) (Kap. 2).
  • Wirtschaftsraum: VW-Cluster im Norden, Gewerbe im SüdenDer Automotive-Cluster liegt in Devínska Nová Ves, Stupava und Lozorno, 14–25 km nördlich. Im unmittelbaren Umfeld bestehen die Gewerbezone Petržalka-Kopčany (2,7 km) und der Businesspark/CTPark Kittsee (4,5 km). Der Industriepark „Jarovce–Kittsee“ ist bislang nur eine Planungsfläche im Bratislavaer Flächenwidmungsplan (Kap. 2).
  • Markt: rund 1,2 Mio. Einwohner:innen in 45 MinutenDas Einzugsgebiet ist grenzüberschreitend und groß. Nutzbar wird es vor allem für Betriebe mit Bezug nach Bratislava, und nur bei guter Erreichbarkeit auch ohne Pkw (Kap. 3, 4).
  • Fachkräfte: Engpässe bei Mechatronik und Logistik, Chancen bei WissensdienstenMechatronik und technische Zulieferung sind beidseits der Grenze Mangelfelder und konkurrieren mit dem VW-Cluster Bratislava. Wissensbasierte Dienstleistungen sind am wenigsten umkämpft. Der Europacampus Hainburg (ab 2028) ist der naheliegende Bildungsanker (Kap. 4).
  • Energie: Hochspannung in der Nähe, Wind in SichtweiteDie nächste 110-kV-Leitung verläuft rund 1 km vom Areal. Im Umkreis von 15 km sind in OpenStreetMap elf Windparks mit zusammen rund 213 MW erfasst. Anschlusskapazitäten sind mit Netz NÖ bzw. APG zu klären (Kap. 6).
  • Empfohlene PositionierungKleinteilig, hochwertig und komplementär zu den großflächigen Logistik- und Automotive-Standorten der Region. Schwerpunkt auf wissens- und ausbildungsnahen Nutzungen mit Bezug nach Bratislava und zum Europacampus (Kap. 8).
  • Zentrale RestriktionenUmwidmung der Glf-Teilflächen (0,63 ha), Zweckbindung der BS-Flächen (1,6 ha), fehlende ÖV-Anbindung des Areals (die Linie 901 fährt ohne Halt vorbei), fehlende belastbare Flächennachfragedaten sowie die Nähe zu slowakischen Natura-2000-Gebieten (< 1 km) (Kap. 6, 8).

Kapitel 1

Projektareal & Auftrag

Grundlagenanalyse für ÖEK-Anpassung, Flächenwidmung und spätere Ausschreibung – mit Fokus auf den grenzüberschreitenden Wirtschaftsraum Wien–Bratislava.

Die Gemeinde Berg und das Land Niederösterreich wollen ein Areal am ehemaligen Grenzübergang Berg an der B9 gemeinsam entwickeln und verwerten. Ziel ist ein hochwertiger, arbeitsplatzintensiver und nachhaltig ausgerichteter Betriebsstandort mit klarem Profil in der TwinCity-Region Wien–Bratislava.

Das Areal liegt im Bezirk Bruck an der Leitha südlich der B9. Der ehemalige Grenzübergang Berg–Petržalka mit der Staatsgrenze liegt nur wenige hundert Meter östlich. Es umfasst rund 3,9 ha auf zehn Flurstücken (KG Berg 05102). Die Flurstücksabgrenzung ist aus der Digitalen Katastralmappe (BEV) rekonstruiert. Für Analysezwecke ist sie ausreichend genau, für rechtsverbindliche Zwecke ist sie mit Gemeinde bzw. Vermessungsamt zu verifizieren.

Detailkarte Projektareal Berg mit Umfeld Kittsee, Jarovce und Petržalka
Abb. 1: Projektareal und wirtschaftliches Nahumfeld (Berg, Kittsee, Jarovce, Petržalka). Luftlinien ab dem Arealmittelpunkt. Das Projektareal ist aus der BEV-Katastralmappe rekonstruiert und an OSM-Straßenachsen georeferenziert (Lagegenauigkeit ca. ± 5 m). Quelle: OpenStreetMap/Geofabrik (ODbL), BEV, eigene Darstellung. PDF · GeoJSON Projektareal

Flurstücke und Flächenwidmung

Die zehn Flurstücke haben keine einheitliche Widmung.

  • Bauland-Betriebsgebiet (BB, 1,67 ha): gewerblich nutzbar.
  • Bauland-Sondergebiet (BS, 1,62 ha): nur für den im Flächenwidmungsplan festgelegten Zweck nutzbar (siehe Kasten unten).
  • Umwidmung nötig: Ein östlicher Teil (Flurstücke 479/7 und 479/8) ist als Grünland-Land- und Forstwirtschaft (Glf, 0,63 ha, 16 % der Fläche) gewidmet.
  • Kleinstflurstücke: Drei Flurstücke umfassen zusammen nur rund 0,035 ha. Das ist für Zusammenlegung und Eigentumsklärung relevant.
Flurstücke und rekonstruierte Flächenwidmung des Projektareals Berg
Abb. 2: Flurstücke und rekonstruierte Flächenwidmung (Bezeichnung „BS – Sondergebiet (Einrichtungen des Grenzverkehrs)“ aus dem Honorarangebot übernommen; zum tatsächlichen Zusatz siehe Kasten unten) (BB 1,67 ha, BS 1,62 ha, Glf 0,63 ha; Σ 3,92 ha). Die Widmung ist aus der Kartenskizze des Honorarangebots rekonstruiert und nicht rechtsverbindlich. In der Grafik ist die Staatsgrenze nur schematisch als Gerade dargestellt; den genauen Verlauf zeigt Abb. 1. Quelle: BEV Digitale Katastralmappe; eigene Darstellung.

Abgleich mit den amtlichen Widmungsdaten des Landes NÖ

Der offene Datensatz „Widmungsumhüllende“ des Landes NÖ (Stand 22.09.2026) bestätigt die Rekonstruktion:

  • Im Areal liegen 1,67 ha Bauland-Betriebsgebiet und 1,61 ha Bauland-Sondergebiet.
  • Beide Widmungen sind seit 5.1.2023 rechtswirksam, wurden also erst vor Kurzem festgelegt.

Neu: Unmittelbar angrenzend, aber außerhalb der zehn Flurstücke, sind weitere Flächen gewidmet:

  • 4,19 ha Bauland-Betriebsgebiet südwestlich des Areals
  • 2,32 ha Bauland-Sondergebiet nördlich der B9, im ehemaligen Abfertigungsbereich

Rund um den früheren Grenzübergang sind damit knapp 10 ha Bauland gewidmet. Eigentum und Verfügbarkeit dieser Nachbarflächen sollten geklärt werden. Sie sind ein mögliches Erweiterungs- oder Arrondierungspotenzial und zugleich eine mögliche Konkurrenz.

Zweckbindung des Bauland-Sondergebiets (BS)

Rechtslage: Nach § 16 Abs. 1 Z 6 NÖ ROG 2014 sind Sondergebiete für bauliche Nutzungen bestimmt, „deren besonderer Zweck im Flächenwidmungsplan durch einen Zusatz zur Signatur ausdrücklich festgelegt ist“. Eine gewerbliche Nutzung außerhalb dieses Zwecks ist ohne Änderung des Flächenwidmungsplans nicht zulässig; nötig wäre eine Umwidmung in BB oder ein neuer Zusatz. Bauvorhaben müssen widmungskonform sein.

Anlass für eine Änderung: In Frage kommt § 25 Abs. 1 Z 2 NÖ ROG („wesentliche Änderung der Grundlagen“), etwa der Wegfall der Grenzkontrollen seit dem Schengen-Beitritt 2007. Alternativ Z 5 (Umsetzung eines Entwicklungskonzepts) im Zuge der ÖEK-Anpassung.

Auffällig: Das Land klassifiziert die BS-Flächen am Areal in seinen Geodaten nicht als Verkehrs- oder Grenzeinrichtung. Die Einstufung (HILUCS) lautet „Kultur-, Unterhaltungs- und Freizeitdienstleistungen“. Der tatsächliche Zusatz weicht damit möglicherweise von „Einrichtungen des Grenzverkehrs“ ab. Er ist im rechtsgültigen Flächenwidmungsplan bei der Gemeinde einzusehen. Davon hängt ab, welche Nutzungen auf 1,6 ha ohne Umwidmung möglich sind.

Technische Infrastruktur

Glasfaser: symmetrischer Gigabit-Anschluss (FTTH, A1) am Zollamtsstandort, Datenstand Q1/2026. Mobilfunk: 5G bis 563 Mbit/s (Drei), 4G aller drei Netzbetreiber. Strom: 110-kV-Leitung in rund 1 km Entfernung (Kap. 6).

Straße

Das Areal liegt direkt an der B9 (Pressburger Straße), die in die Viedenská cesta nach Bratislava übergeht. Auf österreichischer Seite gibt es keinen eigenen Autobahnanschluss. Die slowakische D2 ist rund 1 km entfernt (Luftlinie), die A6 bei Kittsee rund 4,5 km.

Interaktive Geländebegehung

Die Karte zeigt das Projektareal im Orthofoto. Jedes Kamerasymbol markiert einen Fotostandort, der Pfeil die Blickrichtung. Ein Klick auf ein Symbol öffnet das Foto; mit den Pfeiltasten geht es von Standort zu Standort durch das Areal.

Fotostandorte und Blickrichtungen sind aus dem Bildinhalt rekonstruiert (Fotos ohne GPS-Daten), Lagegenauigkeit rund ±15 m. Orange gestrichelt: Projektareal. Quelle: eigene Aufnahmen; Orthofoto und Karte: basemap.at (CC BY 4.0).

Leitbild und Zielbranchen-Hypothese

Das Honorarangebot gibt als Leitbild einen hochwertigen, arbeitsplatzintensiven und nachhaltigen Betriebsstandort vor. Die Zielbranchen sind im Zuge der Bearbeitung zu definieren. Als einzige Beispielnutzung nennt der Auftrag ein Business- und Seminarhotel. Büro M hat daraus sechs Zielbranchen als Arbeitshypothese abgeleitet. Sie werden in den Kapiteln 3 bis 7 geprüft:

  • Green Tech, Nachhaltigkeit und Energie
  • Technische Zulieferung und Mechatronik
  • Kleinteilige Logistik
  • Wissensbasierte Dienstleistungen
  • Business- und Seminarhotel
  • Kaufmännische Bestandskräfte

Die Auswahl ist nicht aus einer externen Studie abgeleitet, sondern von Büro M gesetzt und anschließend geprüft worden.

Rollenteilung in der Arge

Büro LP: standörtliche Ausgangssituation, raumordnungsrechtliche Rahmenbedingungen, Erschließungs- und Eigentumssituation.
Büro M (dieses Dokument): Einordnung in den Wirtschaftsraum TwinCity, Entwicklungstendenzen und Standortnachfrage, Benchmarking vergleichbarer Standorte, Potenziale, Restriktionen und Perspektiven.

Kapitel 2

Wirtschaftsraum TwinCity

Berg liegt zwischen zwei EU-Hauptstädten, die nur rund 55 km Luftlinie trennen. Wirtschaftlich ist der Standort vor allem auf Bratislava bezogen.

Übersichtskarte Wirtschaftsraum Bratislava–Berg–Kittsee mit 16 bestehenden wirtschaftlichen Einrichtungen
Abb. 3: Bestehende wirtschaftliche Einrichtungen im Wirtschaftsraum Bratislava–Berg–Kittsee. Automotive/VW-Cluster, Industrie, Logistik, Handel und Verkehrsinfrastruktur. Quelle: OpenStreetMap/Geofabrik (ODbL), EuroGeographics/GISCO, eigene Recherche und Darstellung. PDF

Wirtschaftsstruktur im Umfeld

Tabelle 1: Wirtschaftliche Schwerpunkte im Umfeld des Areals
TeilraumWichtige EinrichtungenLuftliniePkw
Gewerbezone Petržalka-Kopčany (SK)REHAU, Petit Press (Druckerei), Hochstaffl, PLUSIM, Penam-Großbäckerei, Autohandelsmeile Panónska cesta2,7 km6 min
Kittsee (AT)Businesspark/CTPark Kittsee (Logistik- und Produktionshallen an der A6), Hauswirth Schokoladefabrik, Emka Beschlagteile, Palbox, Fachmarktzentren K1/K24,5 km9 min
Jarovce (SK)Autobahnknoten D2/D4, Grenzübergänge A6/D2 und Kittsee–Jarovce, Raststätten D2; Industriepark „Jarovce–Kittsee“ nur als Planungsfläche im Flächenwidmungsplan5–6 km–
Bratislava-ZentrumEurovea, Twin City, Incheba Expo; Hafen Bratislava4–6 km8 min
VW-Cluster (Devínska Nová Ves, Stupava, Lozorno)VW-Werk Bratislava, CTPark Bratislava (u. a. HP Pelzer), VW Stupava, P3 Lozorno (Plastic Omnium, Dachser, IAC)14–25 km20 min (VW-Werk)
Osten BratislavasSlovnaft-Raffinerie, Industriezone Nové Mesto/Vajnory (Mondelez, Istrochem, Matador), Flughafen Bratislava mit DHL-Hub, Logistikparks Rača8–14 km15 min (Flughafen)
Edelstal / Wolfsthal (AT)Coca-Cola HBC/Römerquelle (Edelstal), Metallbau Eybel (Wolfsthal)3–5 km–

Richtigstellung: Jarovce–Kittsee und der VW-Cluster

Die Vorfassung sprach von einem „VW-Cluster Jarovce–Kittsee“. Das VW-Werk und seine Zulieferer liegen jedoch 14–25 km nördlich in Devínska Nová Ves, Stupava und Lozorno.

Der „Industriepark Jarovce–Kittsee“ ist im Flächenwidmungsplan Bratislavas als Entwicklungsfläche vorgesehen (Technologie-/Industriepark in südwestlicher Entwicklungsrichtung). Er ist aber weder realisiert noch in Vermarktung.

Als bestehende Wettbewerber im Nahbereich sind daher vor allem der Businesspark/CTPark Kittsee und die Gewerbezone Petržalka-Kopčany zu sehen. Jarovce–Kittsee bleibt eine langfristige Planungsoption, die zu beobachten ist.

Bevölkerungsdynamik

Die Vorfassung wies für den Bratislavský kraj +14,1 % (2018–2024) aus und leitete daraus einen „Wachstumsschub“ ab. Die Zeitreihe enthält aber einen methodischen Bruch: Mit der Volkszählung 2021 wurde der Bevölkerungsstand revidiert. Zwischen 1.1.2021 und 1.1.2022 steigt er deshalb um +6,9 % in einem einzigen Jahr.

Bereinigt um diesen Bruch wuchs die Region 2018–2025 um rund +6,8 % (≈ 0,9 % p.a.). Das liegt im Bereich Wiens (+7,4 %) und über dem Wiener Umland-Südteil (+4,9 %), zu dem der Bezirk Bruck an der Leitha gehört.

Die Region wächst also stabil, aber nicht außergewöhnlich. Für die Standortnachfrage ist das ein solides, jedoch kein Sonderargument.

Bevölkerungsentwicklung 2018–2025 Bratislavský kraj, Wien und Wiener Umland-Südteil mit markiertem Zensusbruch
Abb. 4: Bevölkerungsentwicklung 2018–2025, Index 1.1.2018 = 100. Die gestrichelte Linie ist eine Schätzung ohne Zensusrevision. Quelle: Eurostat demo_r_pjanaggr3 (NUTS 3), Abruf 29.09.2026; eigene Berechnung.

BIP und Beschäftigungsstruktur

Beim nominalen BIP je Einwohner:in liegt der Bratislavský kraj (2023: rund 46.000 €) unter Wien (rund 60.000 €) und dem Wiener Umland-Südteil (rund 57.000 €). Er holt seit 2021 aber deutlich auf.

Kaufkraftbereinigt (PPS, 2024) liegt Bratislava bei rund 153 % des EU-Durchschnitts, Wien bei rund 137 %, Niederösterreich bei rund 98 %. Beide Kennzahlen messen Wirtschaftsleistung am Arbeitsort, nicht den Wohlstand der Wohnbevölkerung. In Bratislava sind sie zudem durch viele Einpendler:innen aus dem Umland nach oben verzerrt. Belastbar ist die Aussage „leistungsstarke, kaufkräftige Nachbarregion“, nicht „eine der wohlhabendsten Regionen der EU“.

BIP je Einwohner 2018–2023
Abb. 5: BIP je Einwohner:in 2018–2023, in Euro (nominal). Quelle: Eurostat (nama_10r_3gdp).

Alle drei Regionen sind dienstleistungsdominiert. Den Industrieanteil an den Erwerbstätigen (knapp 13 %) teilen sich Bratislava und das Wiener Umland-Südteil. Wien liegt mit rund 6 % deutlich darunter. Bratislava hat einen überdurchschnittlichen Anteil an Finanz- und wissensbasierten Dienstleistungen (rund 26 %).

Beschäftigungsstruktur nach Sektor 2022
Abb. 6: Beschäftigungsstruktur nach Wirtschaftssektor 2022, Anteil an allen Erwerbstätigen. Quelle: Eurostat (nama_10r_3empers).

Kapitel 3

Erreichbarkeit

Mit dem Pkw ist Berg ein Standort am Rand Bratislavas. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Areal bisher praktisch nicht erschlossen.

0,20 Mio.
Einwohner:innen in 10 Pkw-Minuten
0,67 Mio.
in 30 Minuten
1,18 Mio.
in 45 Minuten
3,2 Mio.
in 60 Minuten (inkl. Wien)
Pkw-Fahrzeitzonen ab Standort Berg mit erreichbarer Bevölkerung und Fahrzeiten zu wichtigen Zielen
Abb. 7: Pkw-Erreichbarkeit ab dem Projektareal. Fahrzeitzonen 10–60 Minuten, erreichbare Bevölkerung, Fahrzeiten zu wichtigen Zielen. Straßennetz AT/SK/HU, Richtgeschwindigkeiten je Straßenklasse, ohne Stau. Bevölkerung: Gemeinden (LAU) 2021, flächenanteilig. Quelle: OpenStreetMap/Geofabrik (ODbL), Eurostat/GISCO; eigenes Netzwerkmodell. PDF
Tabelle 2: Modellierte Pkw-Fahrzeiten ab Projektareal (ohne Stau)
ZielFahrzeitZielFahrzeit
Gewerbezone Petržalka-Kopčany6 minParndorf (A4/A6)23 min
Bratislava-Zentrum8 minMosonmagyaróvár (HU)30 min
CTPark Kittsee9 minTrnava (SK)37 min
Hainburg / Europacampus10 minFlughafen Wien-Schwechat41 min
Flughafen Bratislava15 minWien-Zentrum49 min
VW-Werk Bratislava20 minGyőr (HU)52 min

Das Einzugsgebiet ist stark slowakisch geprägt. Von den rund 0,67 Mio. Einwohner:innen im 30-Minuten-Bereich leben rund 598.000 in der Slowakei, rund 50.000 in Österreich und rund 19.000 in Ungarn. Wien liegt erst im 45- bis 60-Minuten-Bereich. In der Hauptverkehrszeit sind die Fahrzeiten vor allem in Bratislava deutlich länger.

ÖV-Erschließung als Schwachpunkt

Die ÖV-Güteklassen bewerten die Anbindung an Bus und Bahn von A (sehr gut) bis G. Im Gemeindegebiet Berg liegen 0 % der Einwohner:innen in den Klassen A–C und 22,7 % in Klasse D. 71 % liegen in den Klassen E–F, der Rest in G oder ohne Güteklasse.

Die Nachbargemeinden Wolfsthal (rund 24 % in A–D) und Kittsee (rund 25 %) liegen kaum besser. Deutlich besser erschlossen sind Hainburg (52,4 %) und Bruck an der Leitha (33,9 %).

Die Güteklassen beschreiben die Wohnbevölkerung im Ortsgebiet. Für einen Betriebsstandort zählt aber die Erschließung des Areals selbst, rund 2 km vom Ortskern entfernt. Diese ist derzeit nicht gegeben.

ÖV-Güteklassen und Pendlerbilanz ausgewählter Gemeinden 2024
Abb. 8: ÖV-Erschließung der Wohnbevölkerung und Erwerbspendlerbilanz ausgewählter Gemeinden 2024. Der Pendlersaldo-Index bildet keine grenzüberschreitenden Tagesbewegungen ab. Quelle: AustriaTech/BMIMI (ÖV-Güteklassen 2024), Statistik Austria; eigene Darstellung.

Ansatzpunkte für die „letzte Meile“

  • Linie 901 (Bratislava–Hainburg, ARRIVA/IDS BK): Laut amtlichem Fahrplan (Lizenz 102833) fährt der Bus von Bratislava, Einsteinova ohne Zwischenhalt in 9 Minuten nach Wolfsthal, Am Friedhof. Das geht nur über den Grenzübergang Berg–Petržalka, der Bus fährt also auf der B9 direkt am Areal vorbei. Eine Haltestelle gibt es dort derzeit nicht.
    • Angebot: Laut IDS BK aktuell werktags 23 Kurspaare, in der Hauptverkehrszeit alle 30 Minuten, sonst etwa stündlich (Fahrplan-PDF 2022: 16 Fahrten je Richtung); sonntags etwa alle zwei Stunden.
    • Machbarkeit: Ein zusätzlicher Halt ist naheliegend. Er kostet nur rund eine Minute Fahrzeit, liegt in der bereits bedienten Tarifzone 190, und an der B9 sind ehemalige Abfertigungsflächen vorhanden.
    • Voraussetzungen: eine Änderung der Linienkonzession (Antrag über VOR/Land NÖ und IDS BK) sowie die Zustimmung des Straßenerhalters der B9 (Land NÖ) für eine Haltestellenbucht.
  • Linie 902 (Testbetrieb, Interreg NUTSHELL@CE): Bratislava-Petržalka – Kittsee – Berg – Edelstal – Prellenkirchen, dreimonatig und kostenlos. Linienführung, Haltestelle am Areal und dauerhafter Betrieb sind noch offen.

Kapitel 4

Fachkräfte & Bildung

Steht dem geplanten Betriebsstandort ein ausreichendes und realistisch erreichbares Fachkräftepotenzial gegenüber? Und was folgt daraus für Zielbranchen und Ausschreibung?

8,6 je 1.000 EW
Lehrlinge im Bezirk Bruck an der Leitha (945 absolut); Rang 14 von 20 NÖ-Bezirken
61 → 55 %
Anteil der 20- bis 64-Jährigen im Bezirk, 2021 → 2051
2028
Studienbeginn Europacampus Hainburg (FH St. Pölten/USTP, TU Wien), rund 9 km entfernt

Heimischer Talente-Pool

Der Bezirk Bruck an der Leitha wächst laut ÖROK-Prognose bis 2040 um +15,5 %. Die Erwerbsbevölkerung altert jedoch: Der Anteil der 20- bis 64-Jährigen sinkt von 61,3 % (2021) auf 54,5 % (2051). Die Gruppe 65+ wächst bis 2051 um +73,9 %, die Berufseinstiegskohorte 20–44 nur um +6,9 %.

Ein zusätzlicher, arbeitsplatzintensiver Standort kann sich damit nicht allein aus dem Bezirk speisen. Er ist auf Einpendler:innen angewiesen, realistisch vor allem aus Bratislava.

Altersgruppen und Anteil der Erwerbsbevölkerung im Bezirk Bruck an der Leitha bis 2051
Abb. 9: Altersgruppen (2021 = 100) und Anteil der 20- bis 64-Jährigen im Bezirk Bruck an der Leitha. Quelle: ÖROK-Regionalprognose 2021 (Hauptvariante), eigene Berechnung.

Grenzüberschreitendes Einzugsgebiet

Ältere Grenzverkehrszählungen weisen an einem durchschnittlichen Werktag mehr als 50.000 Grenzübertritte zwischen Österreich und der Slowakei aus. Rund die Hälfte davon ist arbeitsbezogen. Seit den frühen 2000er-Jahren ziehen zudem slowakische Familien nach Berg und in die Nachbargemeinden.

Diese Quellen belegen die Durchlässigkeit der Grenze, nicht aber ein verfügbares Fachkräftepotenzial. Ob es sich nutzen lässt, hängt von Erreichbarkeit, Arbeitsplatzqualität und Lohnniveau ab.

Der slowakische Mindestlohn beträgt 2026 915 € pro Monat. Für einen österreichischen Arbeitsort gelten österreichische Kollektivverträge. Die Annahme „slowakisches Lohnniveau am österreichischen Standort“ ist daher ein Investorenrisiko.

Für grenzüberschreitende Telearbeit gilt seit 2023 eine Rahmenvereinbarung: Bei 25 bis unter 50 % Telearbeit im Wohnstaat kann auf Antrag die Sozialversicherung im Beschäftigungsstaat beibehalten werden.

Lehrlingsausbildung

Mit 945 Lehrlingen liegt der Bezirk absolut auf Rang 7 der 20 NÖ-Bezirke. Bezogen auf die Einwohnerzahl sind es 8,6 je 1.000 Einwohner:innen und damit nur Rang 14.

Wichtig für die Interpretation: Die WKO zählt Lehrlinge am Standort des Lehrbetriebs, nicht am Wohnort. Die niedrige Dichte zeigt daher zunächst ein vergleichsweise geringes Angebot an Lehrbetrieben im Bezirk. Ob Jugendliche zur Ausbildung nach Wien pendeln, lässt sich daraus allein nicht ableiten.

Lehrlingsdichte in den NÖ-Bezirken 2025
Abb. 10: Lehrlinge je 1.000 Einwohner:innen in den NÖ-Bezirken 2025 (Werte am Balken: Dichte, in Klammern absolute Zahl). Statutarstädte sind dem jeweiligen Landbezirk zugeschlagen. Quelle: WKO Lehrlinge nach Bezirk (Stichtag 31.12.2025); Statistik Austria; eigene Berechnung.

Bildungs- und Berufspipeline

Der Europacampus Hainburg ist der naheliegende Bildungsanker für Green Tech und wissensbasierte Dienstleistungen. Getragen wird er von USTP und TU Wien, der Studienbetrieb beginnt im WS 2028/29. Verbindlich ausgewiesene Unternehmenskooperationen hat er noch nicht, daraus ergibt sich eine First-Mover-Chance für Berg.

Für technische Berufe prägt die Duálna Akadémia in Devínska Nová Ves (VW, Siemens, Matador) die Ausbildungslandschaft der Region. Hinzu kommen STU Bratislava, TGM und HTL Donaustadt.

Auf österreichischer Seite fehlt eine HTL im Bezirk. Im Bezirk selbst sind BHAK/BHAS, PTS und WIFI/BFI in Bruck an der Leitha verfügbar.

Karte Bildungseinrichtungen, VW-Cluster und Entwicklungsfläche Jarovce im TwinCity-Korridor um den Standort Berg
Abb. 11: Bildungseinrichtungen im TwinCity-Korridor. Bestehende und geplante Bildungseinrichtungen, VW-Cluster sowie die gewerbliche Entwicklungsfläche Jarovce (Planungsstand); bestehende Unternehmensstandorte zeigen Abb. 1 und 3. Entfernungen als Luftlinie ab dem Projektareal. Quelle: OpenStreetMap contributors/Geofabrik (ODbL), Statistik Austria; eigene Darstellung.

Engpässe nach Zielbranche

Tabelle 3: Fachkräfteengpass und Konkurrenz um Arbeitskräfte je Zielbranche (qualitative Einstufung)
ZielbrancheMangel ATMangel Raum BratislavaKonkurrenz mit VW-Cluster / Industrie BratislavaBegründungFazit für Berg
Technische Zulieferung / MechatronikstarkstarkstarkMangelberufe deckungsgleich (Mechatronik, Schweißen, Montage, SPS)schwierig nur mit hoher Arbeitsplatzqualität
Green Tech / EnergiestarkmittelmittelAT: rund 14.000 fehlende Elektrotechniker:innen; SK: Elektroberufe auf ÚPSVaR-Listemöglich Europacampus als Hebel
Business-/SeminarhotelstarkstarkgeringKüche/Service beidseits MangelberufePersonal knapp kaum Standortkonkurrenz
Kleinteilige LogistikstarkstarkstarkTransport/Verkehr in AT zu 66 % betroffen; SK: Lager/Lkw auf ÚPSVaR-Liste; CTPark Kittsee in 4,5 kmschwierig
Wissensbasierte DienstleistungengeringmittelgeringInformation/Consulting in AT am wenigsten betroffen (36 %)gute Chancen
Kaufmännische BestandskräftemittelmittelmittelEinzelhandel/Büro unter den Top-Lehrberufen bei MädchenBasisversorgung kein Kernprofil

Quelle: WKO Fachkräfte-Radar 2026, Fachkräfteverordnung 2026 (BGBl. II Nr. 316/2025), ÚPSVaR-Engpassliste Bratislavský kraj Q1/2025; Einstufung eigene Auswertung.

Handlungsempfehlungen Fachkräfte

  • Das grenzüberschreitende Einzugsgebiet als Potenzial kommunizieren, nicht als gesicherte Fachkräftezahl.
  • Eine Praxis- oder Bildungspartnerschaft mit dem Europacampus Hainburg frühzeitig sondieren. Kommt eine belastbare Vereinbarung zustande, kann sie in der Ausschreibung als Bonus gewertet werden.
  • Das Lohnniveau früh und realistisch in der Kommunikation mit Investor:innen adressieren.
  • Bei der Nutzung Logistik kleinteilig statt großflächig planen. Dafür sprechen Fachkräfteknappheit, fehlende ÖV-Anbindung für Schichtbetrieb und die nahe Konkurrenz in Kittsee.

Kapitel 5

Marktdynamik & Nachfrage

Die Einschätzung stützt sich auf indirekte Indikatoren (Proxys). Sie ist ausdrücklich als Indiz gekennzeichnet und keine quantifizierte Prognose der Flächennachfrage.

Datenlage

Echte Flächennachfragedaten, etwa die Vermittlungsstatistik von ecoplus oder Anfragen bei der Wirtschaftskammer, lagen nicht vor. Sie sollten für die weitere Bearbeitung nachgereicht werden.

+14,8 %
Unternehmensgründungen im Bezirk 2024 → 2025 (749 → 860); Österreich +7,7 %
7,8 je 1.000 EW
Gründungsintensität im Bezirk 2025 (Österreich 4,8)
220–300 €/m²
Wohnbaugrund Berg 2025 (2024: 200–300 €/m²)

Unternehmensgründungen

Der Bezirk Bruck an der Leitha zeigt eine überdurchschnittliche und steigende Gründungsdynamik. Die Gründungsintensität stieg von 6,86 (2024) auf 7,82 (2025) Neugründungen je 1.000 Einwohner:innen. Das ist deutlich mehr als in der NUTS-3-Region Wiener Umland-Südteil (5,81) und in Österreich insgesamt (4,79).

Ob Gründungen tatsächlich zu Nachfrage nach Gewerbeflächen führen, sagt die Statistik nicht. Zu prüfen ist, ob die verwendeten Werte selbständige Personenbetreuer:innen enthalten. Die WKO weist beide Varianten aus.

Gründungsintensität je 1.000 Einwohner 2024 und 2025
Abb. 12: Unternehmensgründungen je 1.000 Einwohner:innen, 2024 und 2025. Quelle: WKO Gründungsstatistik; eigene Berechnung (Einwohnerzahl AT127 aus den Bezirken Baden, Bruck an der Leitha und Mödling).

Grundstückspreise im Umfeld

Laut GEWINN-Erhebung stiegen die Wohnbaugrundpreise in Berg leicht, von 200–300 €/m² (2024) auf 220–300 €/m² (2025). In Bruck an der Leitha, Hainburg, Wolfsthal und Kittsee blieben die Preisspannen 2025 unverändert. Die GEWINN-Einstufung „stark steigend“ für Bruck und Kittsee spiegelt sich in den Spannen nicht wider.

Es handelt sich um Wohnbaugrund aus einer Marktbefragung. Die Werte zeigen ein stabiles Preisniveau, aber keine Nachfrage nach Gewerbeflächen.

Wohnbaugrund-Preisspannen 2024 und 2025
Abb. 13: Preisspannen für Wohnbaugrund 2024 und 2025. Quelle: GEWINN 5/2024 und 5/2025; eigene Darstellung.

Investitionsumfeld Bratislava

Der Bratislavský kraj bündelt den Großteil der ausländischen Direktinvestitionen der Slowakei, laut SARIO-Regionsprofil zuletzt rund zwei Drittel des FDI-Bestands. Die Struktur ist automobilzentriert, mit wachsendem Dienstleistungs- und IT-Sektor.

Die verfügbaren SARIO-Daten reichen allerdings nur bis 2010–2013. Für die weitere Bearbeitung sollten aktuelle NBS- und SARIO-Daten herangezogen werden.

Verdichtete Einschätzung

Gründungsdynamik, stabile Bodenpreise und ein starkes Investitionsumfeld jenseits der Grenze deuten auf ein günstiges Umfeld hin. Keiner der Indikatoren misst jedoch die Nachfrage nach Betriebsflächen am Standort. Das Ergebnis ist eine plausible Tendenzaussage, keine Bedarfsprognose.

Kapitel 6

Energieinfrastruktur & Umwelt

Der Auftrag nennt eine nachhaltige Energieversorgung und eine klimaangepasste Entwicklung ausdrücklich als Prüfaspekte. Dieses Kapitel ist in der überarbeiteten Fassung neu.

≈ 1 km
zur nächsten Hochspannungsleitung (≥ 110 kV)
≈ 6 km
zum nächsten 110-kV-Umspannwerk (Lamač, SK); in Österreich: UW Pama ≈ 9 km
≈ 213 MW
Windkraft in 11 Windparks im Umkreis von 15 km (u. a. Kittsee, Berg, Prellenkirchen, Pama)
Karte Energieinfrastruktur: Stromleitungen nach Spannungsebene, Umspannwerke, Kraftwerke und Windkraftanlagen im Umfeld des Standorts Berg
Abb. 14: Stromnetz, Umspannwerke und Kraftwerke im Umfeld des Standorts. Netzdaten laut OpenStreetMap, ohne Gewähr auf Vollständigkeit. Quelle: OpenStreetMap/Geofabrik (ODbL), EuroGeographics/GISCO; eigene Darstellung. PDF

Das Areal liegt am Rand eines der windstärksten Erzeugungsräume Österreichs (Parndorfer Platte, Bezirk Bruck an der Leitha). Das bietet Anknüpfungspunkte für ein Green-Tech-Profil, etwa Direktversorgung, Energiegemeinschaft, Speicher oder Wartungs- und Servicebetriebe der Windbranche.

Die nächstgelegenen Umspannwerke liegen auf slowakischer Seite (Lamač, Ostredky). Der Netzanschluss eines österreichischen Standorts erfolgt jedoch über das österreichische Verteilnetz (Netz NÖ). Freie Anschlusskapazitäten sind dort frühzeitig anzufragen.

Klimaindizes, Photovoltaik- und Energiebilanzdaten liegen als Rohdaten vor, sind aber noch nicht ausgewertet.

Natura 2000

Die überschlägige GIS-Vorprüfung ergibt keine direkte Überschneidung des Areals mit FFH- oder Vogelschutzgebieten, weder in Österreich noch in der Slowakei.

  • Nächstgelegene Gebiete (Slowakei, entlang der Donau): Bratislavské luhy (SKUEV0064, rund 0,8 km) und Dunajské luhy (SKCHVU007, Vogelschutzgebiet, rund 0,9 km).
  • In Österreich: Hundsheimer Berge (rund 1,7 km) und Parndorfer Platte – Heideboden (rund 5,2 km).

Wegen der geringen Entfernung ist frühzeitig zu klären, ob eine Naturverträglichkeitsprüfung bzw. eine grenzüberschreitende Beteiligung nötig ist.

Natura-2000-Gebiete im Umfeld des Projektareals
Abb. 15: Projektareal und Natura-2000-Gebiete in Österreich und der Slowakei. Die Vorprüfung ersetzt keine behördliche Auskunft. Quelle: Umweltbundesamt (Natura 2000 Österreich 2025), EEA (Natura 2000 Sites 2024); eigene Auswertung.

Kapitel 7

Benchmarking

Orientierung bieten Standorte mit vergleichbarem Flächenmaßstab, öffentlicher Trägerschaft oder Wissensbezug, nicht großflächige Autobahnstandorte.

Kittsee, Parndorf und die Gewerbezone Petržalka-Kopčany sind für die Wettbewerbseinordnung relevant (Kap. 2). Wegen Größe, Verkehrsprofil und Nutzungsstruktur taugen sie aber nicht als Entwicklungsmodell für ein 3,9-ha-Areal.

Das Benchmarking umfasst zwei Gruppen. Kleinteilige österreichische Referenzen zeigen Prinzipien für Fläche und Organisation. Grenzüberschreitende europäische Referenzen liefern vor allem Lehren zur Governance.

Tabelle 4: Ähnlichkeit der Referenzstandorte zum Profil Berg
StandortFlächeFlächen­maßstabVerkehrslage (ohne AB-Anschluss)Wissens­bezugTräger­schaftGrenz­lageÜbertragbar auf Berg
Berg (Referenz)3,9 hakein eigener Autobahnanschluss · Wissensbezug angestrebt (Europacampus) · Gemeinde/Land · direkt an der Grenze–
Techno-Park Tullnrund 5 hahochteilweisehochhochteilweiseThematischer Fokus, Campus-/Netzwerklogik
Orth an der Donau (Betriebsgebiet Nord)rund 4,4 ha*hochhochgeringhochteilweiseMaßvolle, kommunal steuerbare Entwicklung
xista science park4.060 m² BGFteilweisehochhochhochgeringKleine, flexible Einheiten mit Forschungsanker
TFZ Wieselburg-Landk. A.teilweisehochhochhochgeringModulare Entwicklung, gemeinsame Versuchsinfrastruktur
Access Industrial Park Gmünd–Č. Velenice (AT–CZ)rund 83 hageringhochgeringhochhochZweisprachige, gemeinsame Governance und Vermarktung
Collegium Polonicum (DE–PL)EinzelgebäudeteilweisehochhochteilweisehochBilateral getragener Bildungs-/Tagungsanker an der Grenze
Piazza Transalpina (IT–SI)PlatzflächeteilweisehochteilweisehochhochEVTZ-Governance, symbolische Umnutzung von Grenzinfrastruktur
Alzette-Belval (LU–FR)rund 120 hageringteilweisehochhochteilweiseWissensanker-Prinzip; Maßstab nicht vergleichbar
Avantis Aachen–Heerlen (DE–NL)rund 40 hateilweisegeringteilweisehochteilweiseWarnbeispiel: Profil ohne Nachfrageanker driftet

Farben zeigen die Ähnlichkeit zu Berg: grün = hoch, gelb = teilweise, grau = gering. * Orth an der Donau hat laut amtlichen Widmungsdaten 35,6 ha Bauland-Betriebsgebiet in neun Flächen. Keine davon hat rund 3,9 ha. Die größte Fläche (20,6 ha) ist das Pfizer-Werk. Mit Berg vergleichbar ist am ehesten das „Betriebsgebiet Nord“ mit 4,4 ha, gewidmet seit 2022. Die Angabe „~3,9 ha“ der Vorfassung war nicht belegbar. Eigentum der Gemeinde und Lage an der L9 sind noch zu bestätigen. Korrigiert gegenüber der Vorfassung: Collegium Polonicum hat als Einzelgebäude nur „teilweise“ Flächenähnlichkeit; die Trägerschaft durch Universitäten ist nur „teilweise“ mit Gemeinde/Land vergleichbar.

Steckbriefe der Referenzstandorte

Techno-Park Tulln (~5 ha): Teil des Technopols Tulln, Fokus auf biobasierte Technologien. Die Flächen sind vollständig verwertet, Träger sind ecoplus und regionale Partner.

Orth an der Donau: „Betriebsgebiet Nord“, rund 4,4 ha Bauland-Betriebsgebiet, gewidmet seit 2022. Laut Vorfassung im Eigentum der Marktgemeinde und mit Beschränkung verkehrsintensiver Nutzungen; beides ist noch zu bestätigen. Lehre: klare Kriterien vor der Vermarktung.

xista science park (Klosterneuburg): rund 4.060 m² Büro/Labor, Einheiten ab ca. 15 m², Anbindung an das ISTA. Setzt eine konkrete Forschungspartnerschaft voraus.

TFZ Wieselburg-Land: Flexible Büro-, Labor- und Versuchsflächen zu Bioenergie, Agrar- und Lebensmitteltechnologie sowie Wasser. Die Grenzlage fehlt.

Access Industrial Park Gmünd–České Velenice: Gegründet 1991, gilt als erster grenzüberschreitender Industriepark Europas (rund 33 ha AT, 50 ha CZ). Rund 45 Unternehmen mit etwa 1.800 Beschäftigten.

Collegium Polonicum: Seit 1998/99 gemeinsames Institutsgebäude mit Konferenzzentrum von Viadrina und Universität Poznań an der Oderbrücke. Passt inhaltlich zum Baustein Seminarhotel.

Piazza Transalpina: Früherer Grenzplatz, im Zuge von GO!2025 zu einem gemeinsamen Stadtraum umgebaut (EVTZ GO).

Alzette-Belval: Ehemaliges Stahlwerksgelände mit dem Campus der Universität Luxemburg als Motor. GECT-getragen.

Avantis: Grenzüberschreitender Gewerbepark. Er war als High-Tech-Park geplant, fand in der Anfangsphase kaum Nachfrage und wurde erst durch Logistik und E-Commerce stabilisiert.

Schlussfolgerungen für Berg

  • Flächenmaßstab und kommunale Steuerbarkeit sprechen für ein kleinteiliges Modell nach dem Vorbild von Orth und Tulln, nicht für Großflächenlogistik.
  • Ein Wissensprofil wird erst mit einer vereinbarten Kooperation belastbar, etwa mit dem Europacampus, einer Hochschule, einer Forschungseinrichtung oder einem Ankerbetrieb.
  • Grenzüberschreitende Governance braucht eine Rechtsform, zum Beispiel einen EVTZ oder einen Staatsvertrag. Die zweisprachige Standortbetreuung kann die Grenzlage aktiv zum Vorteil machen.
  • Nutzungs-, Verkehrs-, Arbeitsplatz- und Nachhaltigkeitskriterien sollten vor der Ausschreibung verbindlich festgelegt werden. Das beugt einer Drift wie bei Avantis vor.

Kapitel 8

Potenziale, Restriktionen & Fazit

SWOT-Übersicht

Stärken

  • Direkte Grenzlage, 8 Pkw-Minuten nach Bratislava-Zentrum
  • 0,67 Mio. Einwohner:innen in 30 Minuten (grenzüberschreitend)
  • Gigabit-Glasfaser (FTTH) und 5G bereits vorhanden
  • Hochspannungsnetz in rund 1 km, starke Windkraftregion
  • Zu 84 % bereits als Bauland gewidmet (seit 2023); weitere 6,5 ha Bauland direkt angrenzend

Schwächen

  • Kleines, zersplittertes Areal (10 Flurstücke, 3 Kleinstflurstücke)
  • Keine ÖV-Anbindung des Areals, kein eigener Autobahnanschluss
  • Heimischer Talente-Pool altert, keine HTL im Bezirk
  • Keine quantifizierten Flächennachfragedaten

Chancen

  • Kooperation mit dem Europacampus Hainburg (ab 2028)
  • Haltestelle der Linie 901 am Areal (der Bus fährt bereits vorbei) bzw. der Linie 902
  • Green-Tech-Profil mit Bezug zur regionalen Windkraft
  • Grenzüberschreitende Governance (Vorbild: Access Industrial Park)
  • Kaufkräftige Nachfrage aus Bratislava für Dienstleistungen und Tagungen

Risiken

  • Fachkräftekonkurrenz mit VW-Cluster und Industrie Bratislava (Mechatronik, Logistik)
  • Nahe Konkurrenzflächen: CTPark Kittsee, Gewerbezone Kopčany, langfristig Jarovce–Kittsee
  • Umwidmung der Glf-Flächen mit offenem Ausgang; BS-Flächen nur für den festgelegten Zweck nutzbar
  • Natura-2000-Gebiete in < 1 km (Slowakei)

Nutzungsszenarien

Tabelle 5: Nutzungsszenarien im Vergleich
SzenarioLeitnutzungFlächenmodellVoraussetzungenChancen / Risiken
A) Wissens- und Gründerhof „Europacampus“Wissensbasierte Dienstleistungen, Green-Tech-Start-upsKleine, flexibel kombinierbare EinheitenKooperation mit dem Europacampus, professionelles Standortmanagement, ÖV-HaltestelleGeringster Verdrängungswettbewerb; Nachfrage erst ab 2028/29 belastbar
B) Kleinteiliges Gewerbe- und HandwerkerquartierGebäudetechnik, Energie-/Windservice, kleinteilige ZulieferungMehrere kleine Parzellen und HallenUmwidmung Glf, gesicherte Erschließung und NetzanschlussPasst zu Flächenzuschnitt und Energieumfeld; Fachkräftekonkurrenz bei Mechatronik
C) Mischprofil mit Business-/SeminarhotelHotel als Frequenzanker, ergänzend BüroflächenEin größerer Baukörper plus ErgänzungsflächenTragfähiger Betreiber, PersonalgewinnungGrenzlage und Nähe zu Bratislava als Vorteil; Personalengpass

Aus heutiger Sicht spricht am meisten für eine Kombination aus A und B, ergänzt um C als punktuelle Beimischung. Die Szenarien werden in AP2 ff. konkretisiert.

Schnittstelle zur Restriktionsanalyse (Büro LP)

Die Hinweise dieses Dokuments ersetzen keine vertiefte Restriktionsanalyse. Folgende Themen liegen bei Büro LP:

  • Topografie, Boden und Altlasten
  • Rechtsverbindliche Klärung der Widmung, einschließlich Umwidmung Glf und Zweckbindung BS
  • Erschließungskosten sowie Eigentümerstruktur und Verfügbarkeit der zehn Flurstücke
  • Umwelt-, Lärm- und Naturverträglichkeitsprüfung

Fazit

Berg ist kein Autobahn- und Logistikstandort. Es ist ein kleiner, sehr gut an Bratislava angebundener Grenzstandort mit Glasfaser, Netznähe und einem potenziellen Bildungsanker in Hainburg. Tragfähig erscheint ein kleinteiliges, öffentlich gesteuertes und thematisch fokussiertes Modell mit flexiblen Betriebsflächen.

Voraussetzungen sind:

  • belastbare Nachfragegespräche
  • eine ÖV-Haltestelle am Areal
  • die Umwidmung der Glf-Flächen
  • eine gesicherte Netz- und Verkehrserschließung
  • eine vertiefte Umweltprüfung

Die Positionierung als komplementärer, wissens- und ausbildungsnaher Standort gewinnt an Tragfähigkeit, wenn diese Bedingungen offen benannt werden.

Nächste Schritte

  1. Kooperationsmöglichkeiten mit dem Europacampus Hainburg sondieren (USTP, TU Wien).
  2. Antrag auf eine Haltestelle der Linie 901 am Areal über VOR/Land NÖ und IDS BK stellen; Testbetrieb der Linie 902 auswerten.
  3. Den Wortlaut des BS-Zusatzes im Flächenwidmungsplan einsehen und Eigentum sowie Verfügbarkeit der angrenzenden Bauland-Flächen (4,19 ha BB, 2,32 ha BS) klären.
  4. Netzanschlusskapazität bei Netz NÖ anfragen.
  5. Flächennachfragedaten (ecoplus, WKO NÖ, SARIO) nachreichen.
  6. Die Widmungsrekonstruktion mit dem rechtsgültigen Flächenwidmungsplan abgleichen (Büro LP).

Anhang

Änderungen, Methodik & Quellen

Änderungsprotokoll gegenüber der Fassung vom 23.09.2026

ThemaVorfassungÜberarbeitete Fassung
Bevölkerung Bratislava+14,1 % (2018–2024) als „Wachstumsschub“ gedeutetZensusbruch 2021 ausgewiesen; bereinigt rund +6,8 % (2018–2025), vergleichbar mit Wien (Abb. 4)
VW-Cluster„VW-Cluster Jarovce–Kittsee“VW-Cluster in Devínska Nová Ves/Stupava/Lozorno verortet (Abb. 3)
Jarovce–Kittseewie ein bestehender Industriepark behandeltals Planungsfläche gekennzeichnet; bestehende Konkurrenz: CTPark Kittsee, Gewerbezone Kopčany
Bezirk vs. Bratislava+13,1 % in Bratislava als „schneller“ bezeichnet als +15,5 % im Bezirk bis 2040Logikfehler entfernt
LehrlingeKennzahlkachel „945“ neben einer Grafik „je 1.000 EW“ (missverständlich)Kachel „8,6 je 1.000 EW (945 absolut)“; Hinweis auf Zählung am Betriebsstandort
ÖV-Güteklassen„E und F“ bzw. „E–G“ uneinheitlich; nur mit Hainburg/Bruck verglicheneinheitlich; Wolfsthal und Kittsee ergänzt; Linie 901 als Ansatz für die letzte Meile
Grundstückspreise„durchgehend positive Trends“außer in Berg unveränderte Preisspannen; Aussage abgeschwächt
PPS-Vergleich„eine der wohlhabendsten Regionen der EU“Pendlerverzerrung erläutert; Aussage relativiert
Widmungsbegriffe„Sonderfläche“ bzw. „Grünland-Landwirtschaft“Bauland-Sondergebiet (BS); Grünland-Land- und Forstwirtschaft (Glf)
AbbildungenNummerierung nicht fortlaufend (Abb. 15 in Kap. 1); Bevölkerungskarte mit unterschiedlichen Zeitfensternfortlaufend nummeriert; Bevölkerungskarte durch einheitliche Zeitreihe ersetzt
Neue Inhalte–Karten zu Wirtschaftsraum, Projektareal, Energieinfrastruktur und Pkw-Erreichbarkeit; Kapitel Energie; HTML-Tabellen statt Bildtabellen
BenchmarkingCollegium Polonicum in allen Kriterien „hoch“; Orth „~3,9 ha“Flächenmaßstab und Trägerschaft „teilweise“; Orth korrigiert auf „Betriebsgebiet Nord“, 4,4 ha (amtliche Widmungsdaten)
Widmung (Nachtrag 29.09.)nur Rekonstruktion aus KartenskizzeAbgleich mit NÖ-Widmungsdaten: BB/BS bestätigt, rechtswirksam seit 2023; angrenzende Bauland-Flächen (6,5 ha) ergänzt; Rechtslage zur BS-Zweckbindung dargestellt
ÖV (Nachtrag 29.09.)„letzte Meile ungelöst“Linie 901 fährt laut amtlichem Fahrplan ohne Halt am Areal vorbei; Weg zu einer Haltestelle beschrieben

Offene Prüfpunkte

  • Flächenangabe Orth an der Donau – geklärt: „Betriebsgebiet Nord“ rund 4,4 ha (amtliche Widmungsdaten); Eigentum noch zu bestätigen.
  • Klären, ob die Gründungszahlen der WKO mit oder ohne selbständige Personenbetreuung verwendet wurden.
  • Zweckbindung BS – rechtlich geklärt: Eine Nutzung außerhalb des Zusatzes erfordert eine Änderung des Flächenwidmungsplans. Offen: der genaue Wortlaut des Zusatzes (Land klassifiziert „Kultur/Unterhaltung/Freizeit“).
  • Linie 901 – geklärt: Der Bus fährt am Areal vorbei, ohne Halt. Ein Halt ist per Änderung der Linienkonzession möglich; ein Antrag steht aus.
  • Die Stromnetzdaten stammen aus OpenStreetMap; Kapazitäten und Vollständigkeit sind nicht verifiziert.
Methodik der neuen Karten und Kennzahlen
  • Projektareal: Aus der Flurstücks- und Widmungsgrafik der Vorfassung digitalisiert und an vier Straßen- und Wegpunkten aus OSM georeferenziert (Restfehler < 3 m). Die Kanten wurden von den Straßenachsen auf die Flurstücksgrenzen zurückgesetzt (Fläche 3,9 ha). Nicht rechtsverbindlich.
  • Erreichbarkeit: Routingmodell auf dem vollständigen OSM-Straßennetz von Österreich, der Slowakei und Ungarn (Geofabrik). Richtgeschwindigkeiten je Straßenklasse, begrenzt durch Tempolimits; Einbahnen berücksichtigt; ohne Stau. Rasterauflösung 200 m. Die Bevölkerung ist gleichmäßig auf die Fläche der Gemeinden (LAU 2021) verteilt; das ist eine Näherung.
  • Energie: Leitungen, Umspannwerke, Kraftwerke und Windkraftanlagen aus OpenStreetMap (Overpass API, Stand 29.09.2026). Distanzen als Luftlinie.
  • Widmung: Land NÖ, Open Government Data „Widmungsumhüllende“ (WFS OGD:RRU_WI_HUELLE, Stand 22.09.2026, CC BY 4.0). Sie enthält die Widmungsarten, aber nicht die Zusätze zur Signatur.
  • Bevölkerung: Eurostat demo_r_pjanaggr3 (1.1.). Die bereinigte Reihe verkettet das Bruchjahr 2021→2022 mit der mittleren Wachstumsrate der Nachbarjahre.

Quellen

Quellenverzeichnis

Amtliche Statistik: Eurostat Regionaldatenbank (demo_r_pjanaggr3, nama_10r_3gdp, nama_10r_3empers, nama_10r_2gdp); Statistik Austria (Bevölkerung, Pendler, Gemeindegrenzen); ÖROK-Regionalprognose 2021; Eurostat/GISCO (NUTS 2021, LAU 2021, Ländergrenzen).

Geodaten: OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL), Geofabrik-Extrakte Österreich, Slowakei, Ungarn; Overpass API; BEV Digitale Katastralmappe; Umweltbundesamt (Natura 2000 Österreich 2025); EEA (Natura 2000 Sites 2024).

Wirtschaft & Arbeitsmarkt: WKO Gründungsstatistik 2024/2025; WKO NÖ Lehrlinge nach Bezirk 2025; WKO Fachkräfte-Radar 2026; Fachkräfteverordnung 2026; ÚPSVaR-Engpassliste Bratislavský kraj Q1/2025; Oesterreichs Energie (2026); SARIO-Regionsprofil Bratislavský kraj; IZ Bratislava (BIP in PPS); WageIndicator (Mindestlohn SK 2026).

Standorte & Planung: Územný plán hlavného mesta SR Bratislavy (Industriepark Jarovce–Kittsee); Wirtschaftsagentur Burgenland – Businesspark Kittsee; CTPark Kittsee; Volkswagen Slovakia; GEWINN 5/2024 und 5/2025 (Grundstückspreise).

Raumordnung: NÖ Raumordnungsgesetz 2014 (§ 16, § 25); Land NÖ – Widmungsumhüllende (OGD).

Mobilität: IDS BK – Linie 901; ARRIVA – Fahrplan Linie 901 (Lizenz 102833); imhd.sk – Linie 901; NÖ.Regional – Buslinie 902; AustriaTech/BMIMI ÖV-Güteklassen 2024; Roider et al. (2015), REAL CORP; Perchinig et al. (2018), ICMPD.

Bildung: TU Wien – Europacampus Hainburg; USTP; Duálna Akadémia.

Benchmarking: ecoplus Techno-Park Tulln; xista science park; TFZ Wieselburg-Land; Access Industrial Park; Collegium Polonicum; EVTZ GO – Piazza Transalpina; EPA Alzette-Belval; Avantis.

Infrastruktur: Breitbandatlas (Q1/2026); TPA (Telearbeit-Rahmenvereinbarung).

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